Bericht vom Wahlkampfauftakt

Alle für eine – eine für alle – alle gemein­sam für den Erfolg am 09. Mai 2010!

Power! Per­cus­sion” auf der Bühne der NRWSPD

Die NRW SPD geht hoch moti­viert in die heiße Phase zur Land­tags­wahl in Nordrhein-Westfalen. Bei der Auf­takt­ver­an­stal­tung am ver­gan­ge­nen Sams­tag in Düs­sel­dorf stimm­ten sich die 5.000 Genos­sin­nen und Genos­sen, unter­stützt durch starke Rhyth­men von Percussion-Künstlern, Musical-Showacts und star­kem Sprech­ge­sang der Ber­li­ner Band „Cul­cha Can­dela“, auf die  ver­blei­ben­den vier Wochen bis zum Wahl­sonn­tag ein.

Sechs Monate kön­nen in der Poli­tik eine halbe Ewig­keit sein. Schien die deut­sche Sozi­al­de­mo­kra­tie nach der Bun­des­tags­wahl im ver­gan­ge­nen Herbst auch in Nordrhein-Westfalen am Boden zu lie­gen und ein Sieg des selbst­er­nann­ten „Arbei­ter­füh­rers“ Jür­gen Rütt­gers eher eine Form­sa­che zu sein, war an die­sem Sams­tag in der Ober­bil­ker Phil­lip­shalle die Moti­va­tion buch­stäb­lich mit den Hän­den zu greifen.

Den Auf­takt mach­ten die Gene­ral­se­kre­tä­rin der SPD, Andrea Nah­les und die Stv. Par­tei­vor­sit­zende und Sozi­al­mi­nis­te­rin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwe­sig. Wäh­rend Nah­les die Kopf­pau­schale kri­ti­sierte und statt des­sen für die Bür­ger­ver­si­che­rung warb, nahm Schwe­sig das von Schwarz­gelb ein­ge­führte Betreu­ungs­geld ins Visier. Hier­bei han­delte es sich um eine „Fern­hal­te­prä­mie“, wel­che die Kin­der aus den Kin­der­ta­ges­stät­ten her­aus­halte und Chan­cen beraube. Wei­ter gei­ßelte sie die mit 11% im Ver­gleich der Bun­des­län­der nied­rige Betreu­ungs­quote nach fünf Jah­ren Schwarz­gelb in NRW: „Das ist ein Armuts­zeug­nis für die­ses Land!“ rief sie unter laut­star­kem Applaus der Zuhö­re­rin­nen und Zuhörer.

In unse­rer Mitte ist noch Platz!“

- Sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Regie­rungs­chef wün­schen sich eine Frau als Verstärkung -

Die Land­tags­kan­di­da­ten ste­hen Hin­ter Han­ne­lore Kraft!

Zur Unter­stüt­zung der NRW SPD und ihrer Spit­zen­kan­di­da­tin Han­ne­lore Kraft waren die vier sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Regie­rungs­chefs Kurt Beck aus Rheinland-Pfalz, Jens Böhrn­sen aus Bre­men, Erwin Sel­le­ring aus Mecklenburg-Vorpommern und Klaus Wower­eit aus Ber­lin angereist.

Der rhein­land – pfäl­zi­sche Minis­ter­prä­si­dent machte den Auf­schlag und kri­ti­sierte die ver­fehlte Bil­dungs­po­li­tik der schwarz­gel­ben Lan­des­re­gie­rung von NRW. Er ver­wies auf die Poli­tik sei­ner Lan­des­re­gie­rung, wel­che den Rechts­an­spruch auf den Kin­der­ta­ges­platz sowie die Gebüh­ren­frei­heit aller Bil­dungs­an­ge­bote ein­ge­führt oder bei­be­hal­ten habe, denn: „Fami­lien sind uns Sozi­al­de­mo­kra­tin­nen und Sozi­al­de­mo­kra­ten wirk­lich wich­tig und etwas wert!“

Der Regie­rungs­chef des kleins­ten deut­schen Bun­des­lan­des, Bre­men, Jens Böhrn­sen, kri­ti­sierte den Umgang der Bun­des­re­gie­rung mit den Kom­mu­nen. Diese zahl­ten die Zeche für die schwarz­gelbe Kli­en­tel­po­li­tik im Bund. „Des­halb muss die Land­tags­wahl in Nordrhein-Westfalen zu einem Stopp­si­gnal für die Bun­des­re­gie­rung wer­den!“ so Böhrn­sen, der dar­auf ver­wies, dass sein Bun­des­land zur­zeit als ein­zi­ges rot-grün regiert wird. „Wir hof­fen, dass wir nach dem 09. Mai nicht mehr die ein­zige rot-grüne Lan­des­re­gie­rung sein wer­den!“ so Böhrn­sen, wel­cher zur­zeit auch Bun­des­rats­prä­si­dent ist und den Wunsch äußerte, die­ses Amt am 01. Novem­ber sei­ner neuen Kol­le­gin Han­ne­lore Kraft über­ge­ben zu können.

Mit dem Minis­ter­prä­si­den­ten von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sel­le­ring, trat ein bereits amtie­ren­der Regie­rungs­chef auf, des­sen Wur­zeln in NRW, genauer in Sprock­hö­vel, lie­gen. Als Heim­statt des IG Metall-Bildungszentrum bekannt, setzte Sel­le­ring fol­ge­rich­tig das Thema „Gute Arbeit“ in den Mit­tel­punkt. Er betonte die Not­wen­dig­keit, Arbeits­platz schaf­fende Inves­ti­tio­nen zu fördern.In Mecklenburg-Vorpommern gemein­sam mit der CDU regie­rend, stellte er her­aus, dass es trotz mög­li­cher Gemein­sam­kei­ten bei den The­men Min­dest­lohn und Ver­ga­be­ge­setz große Unter­schiede zwi­schen den bei­den Par­teien gebe und es des­halb nicht egal sei, wer von den bei­den regiert. „Sozi­al­de­mo­kra­ten müs­sen den Men­schen sagen: Unser Lösun­gen, die Lösun­gen der Sozi­al­de­mo­kra­ten, haben euch im Blick!”

Als letz­ter der vier Regie­rungs­chefs trat Klaus Wower­eit auf die Bühne. Unter laut­star­kem Applaus kri­ti­sierte er die FDP mit ihrem Vor­sit­zen­den Guido Wes­ter­welle an der Spitze, des­sen erklär­tes Ziel es sei, die­ses Land und diese Gesell­schaft zu spal­ten. Mit Blick auf die Steu­er­sen­kun­gen für Hote­liers und ande­ren der FDP nahe­ste­hende Grup­pen führte er aus, dass es der FDP nicht darum gehe, dass es den  Men­schen in Deutsch­land bes­ser gehe, son­dern dafür das es einem klei­nen Teil in Deutsch­land bes­ser geht!

Fer­ner stellte er die gesell­schaft­li­che Teil­habe in den Mit­tel­punkt. Einer aus­gren­zen­den Leit­kul­tur der CDU stellte er eine „Inte­gra­tive Will­kom­mens­kul­tur als Bau­stein sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Inte­gra­ti­ons­po­li­tik“ ent­ge­gen. Ein wich­ti­ger Bau­stein hier­für sei das Kom­mu­nahl­wahl­recht für alle in Deutsch­land leben­den Migranten.

Wir sind nah bei den Men­schen, das macht uns stark.”

- Eine starke Frau, die das Team der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Regie­rungs­chefs ver­stär­ken wird -

Die Spit­zen­kan­di­da­tin der NRW SPD, Han­ne­lore Kraft, nimmt die Bälle der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Regie­rungs­chefs auf und stellt klar, dass die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger kein Schwarz­gelb wol­len, weder in NRW noch in Ber­lin. „Wir machen Schluss machen mit ‘Pri­vat vor Staat’, Schluss mit Turbo-Abitur, Schluss mit dem Abbau von Arbeit­neh­mer­rech­ten und dann ist auch Schluss mit durch­wursch­teln ohne Plan und Per­spek­tive!“ Koali­ti­ons­spiel­chen des poli­ti­schen Geg­ners eine Absage ertei­lend, bekennt sie sich unter star­kem Bei­fall zu einer sta­bi­len Ver­ant­wor­tungs­part­ner­schaft für NRW mit Rot-Grün.

Wir ste­hen für das „Wir“ in unse­rer Gesellschaft.”

Die Philipshalle war brechend voll.

Die Phi­lip­shalle war bre­chend voll beim Wahl­kampf­auf­takt der NRW SPD.

Kraft betonte, kein Kind in NRW mehr zurück­zu­las­sen. Knapp 20% eines Jahr­gangs schaff­ten kei­nen Schul­ab­schluss oder keine Aus­bil­dung. Das müsse man bes­ser machen und dafür braucht es Mut, Struk­tu­ren zu verändern.

Kraft betonte in ihrer Rede, dass sie das aktu­elle „Schul­sys­tem der Aus­lese“ über­win­den wol­len. Sie bekannte sich zu einem län­ge­ren gemein­sa­men Ler­nen mit maxi­mal 25 Schü­lern pro Klasse und ver­sprach die Abschaf­fung der Kita– und Stu­di­en­ge­büh­ren, um allen Kin­dern eine Chance zu bie­ten. “Dafür lohnt es sich zu kämp­fen, und dafür wer­den wir kämpfen.”

Kraft betonte, die Land­tags­wahl in NRW sei auch eine Abstim­mung über die schwarz­gelbe Kopf­pau­schale. Sie ver­sprach, die Kopf­pau­schale im Bun­des­rat zu Fall zu bringen.

“Die­ses Land will den Wechsel. Die Men­schen wol­len, dass das WIR in NRW im Mit­tel­punkt steht. Des­halb lasst uns hin­aus gehen und für unsere Posi­tio­nen werben!“

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