Bericht vom Parteitag

Zwei tage­lang tref­fen sich zahl­rei­che Dele­gierte und Gäste aus ganz NRW in der West­fa­len­halle in Dort­mund. Wie immer eine gute Gele­gen­heit um inter­es­sante Gesprä­che zu füh­ren. Nicht nur um über Fuß­ball­er­geb­nisse des Revier­der­bys am glei­chen Abend zu spe­ku­lie­ren, wie etwa mit Frank Bara­nowksi dem Ober­bür­ger­meis­ter aus Gel­sen­kir­chen. Der tippte natür­lich auf seine Heimatstadt.

Don­ners­tag haben wir noch unse­ren deso­la­ten Haus­halt im Rat der Stadt Rem­scheid ver­ab­schie­det. Nach die­sem Par­tei­tag habe ich Hoff­nung, dass wir künf­tig doch Gehör in Düs­sel­dorf finden!

Die Ret­tung der Kom­mu­nen, die Wie­der­er­star­kung der Kom­mu­nal­fi­nan­zen und der Stär­kungs­pakt Stadt­fi­nan­zen waren zen­trale Aus­sa­gen in der Rede der künf­ti­gen Minis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lore Kraft:

Ich lasse auch in einem ande­ren Punkt nicht locker, ihr wisst das: Beim Soli­dar­pakt. Ich lasse nicht locker, weil ich nach wie vor nicht ein­sehe — ich bin sehr soli­da­risch mit dem Osten — aber ich sehe nicht ein, dass unsere Städte und Gemein­den sich ver­schul­den müs­sen, um ihrer Soli­da­ri­tät Aus­druck zu ver­lei­hen. Das, ist ein Weg den wir nicht wei­ter gehen kön­nen. Und auch da haben wir einen ganz kla­ren Vor­schlag. Die­ses Jahr steht das Soli­dar­pakt­fort­füh­rungs­ge­setz im Bun­des­tag zur Wie­der­vor­lage an. Revi­sion ist ange­sagt. In die­sem Gesetz ist der Anteil den Kom­mu­nen fest­ge­legt, den sie zur Soli­da­ri­tät mit dem Osten bei­tra­gen. Der beträgt 42 Pro­zent. Das hat damals Heinz Schleu­ßer noch fest­ge­legt, aber damals war die Lage der Kom­mu­nen auch noch anders. Des­halb ist unsere For­de­rung: Hal­bie­rung die­ses Sat­zes, damit die Kom­mu­nen wie­der Luft krie­gen, damit bei uns wie­der in den Kom­mu­nen lebens­werte Ver­hält­nisse ent­ste­hen und geschützt wer­den kön­nen. Das ist die Poli­tik der SPD.“

Diet­mar Bell, Andreas Bialas, Han­ne­lore Kraft, Sven Wolf

Ich hatte viele Gele­gen­hei­ten am Rande des Par­tei­tags mit Kol­le­gen aus ganz Nordrhein-Westfalen zu spre­chen. Wir ste­hen mit dem Rem­schei­der Haus­halts­pro­blem nicht alleine da. Vie­len ande­ren Städ­ten geht es genau so dre­ckig. Dass bestä­tigte mir auch Frank Bara­now­ski. Bara­now­ski ist Ober­bür­ger­meis­ter von Gel­sen­kir­chen und Vor­sit­zen­der der SGK (sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Gemein­schaft für Kom­mu­nal­po­li­tik) NRW.

Neben dem Stär­kungs­pakt Stadt­fi­nan­zen der eine zeit­weise Ent­schul­dung aller Kom­mu­nen in NRW vor­sieht, steht das Ver­spre­chen von Han­ne­lore Kraft im Raum noch in die­sem Jahr über die Neu­ver­tei­lung der Belas­tun­gen des Soli­dar­pakts zu spre­chen. Sie schlägt eine Hal­bie­rung des kom­mu­na­len Anteils vor. Dies hieße für Rem­scheid eine Ent­las­tung in Höhe von rund 3 Mil­lio­nen Euro im Jahr.

Han­ne­lore Krafts Rede auf dem Parteitag

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