Thema: Bildungspolitik

Für die NRWSPD ist klar: Mit dem gegen­wär­ti­gen Schul­sys­tem sind soziale Gerech­tig­keit, Chan­cen­gleich­heit und eine hohe Bil­dungs­be­tei­li­gung nicht zu errei­chen. Zudem stellt uns die Wis­sens­ge­sell­schaft von heute vor Her­aus­for­de­run­gen, denen wir nicht mit den Ant­wor­ten von ges­tern begeg­nen kön­nen. Auch erfor­dert die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung einen Umbau unse­res Schul­sys­tems, weil anders ein wohn­ort­na­hes Schul­an­ge­bot nicht gesi­chert wer­den kann. Unsere Ant­wort auf diese Her­aus­for­de­run­gen ist die Gemeinschaftsschule.

Chan­cen­gleich­heit

In den letz­ten hat Jah­ren hat es die Schwarz-Gelbe Lan­des­re­gie­rung ver­säumt die Chan­cen­gleich­heit für die Men­schen in NRW zu ver­bes­sern. Im Gegen­teil, noch nie waren die Auf­stiegs­chan­cen so ungleich ver­teilt.
NRW sollte das Land sein, in dem jeder Mensch seine beson­de­ren Poten­tiale und Fähig­kei­ten ein­brin­gen und ent­fal­ten kann, ohne dass dies vom Geld­beu­tel der Eltern abhän­gig ist. Das ist für mich Chan­cen­gleich­heit, denn gute Bil­dung und Aus­bil­dung sind der Schlüs­sel zur Teil­habe und zur gesell­schaft­li­chen Integration.

  • Darum for­dere ich und die NRW-SPD den gebüh­ren­freien Zugang zu allen Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, vom Kin­der­gar­ten bis zur Hoch­schule und zu nach­ge­hol­ten Schul– und Berufs­ab­schlüs­sen, aber auch für Meis­ter­schu­len. Dafür will ich kämpfen!
  • Ich will mich für kos­ten­lose Bücher in der Schule, zum Vor­teil der Kin­der, einsetzen.
  • Da Bil­dung unsere Zukunft ist, und diese ohne wenn und aber viel kos­tet, möchte ich, dass bun­des­weit 10% des Brut­to­in­lands­pro­duk­tes in Bil­dung und For­schung inves­tiert werden.
  • Dank unse­rer Ob Beate Wil­ding haben wir trotz des Haus­halts­si­che­rungs­kon­zep­tes eine Bedarfs­de­ckung von 40% erreicht. Das muss bes­ser wer­den! Dafür setze ich mich ein!

War­mes Essen für Kinder

Zur­zeit bekommt in Rem­scheid nicht jedes Kind ein war­mes Mit­tag­es­sen, weil der Geld­beu­tel der Eltern dies nicht zulässt.
Das müs­sen wir ändern. Ich wün­sche mir, dass jedes Kind ein war­mes Mit­tag­es­sen bekommt.

Regio­nale Leucht­turm­pro­jekte wie das Pro­jekt Möhr­chen sind zwar ein guter Anfang aber lang­fris­tig for­dere ich Zuschüsse des Lan­des, die eine Ver­sor­gung aller Kin­der garan­tie­ren, ohne dass es dabei auf die Kas­sen­lage unse­rer Stadt ankommt.

Tur­bo­ab­itur

Die Art und Weise, wie das Tur­bo­ab­itur in NRW orga­ni­siert wurde, belas­tet Schü­le­rin­nen und Schü­ler, Eltern, Leh­re­rin­nen und Leh­rer in unver­ant­wort­li­cher Art und Weise.

Das Tur­bo­ab­itur erzeugt unan­ge­mes­se­nen Lern­druck, ver­hin­dert Durch­läs­sig­keit und über­for­dert die Schu­len bei der Umsetzung. Die Lehr­pläne müs­sen ange­passt wer­den. Noch ist viel zu viel Lern­stoff auf viel zu wenig Zeit kom­pri­miert. Auch müs­sen wir die Option, Abitur nach 13 Jah­ren, offen halten.

Sofort­pro­gramm für bes­sere Bildung

Mit einem Sofort­pro­gramm für bes­sere Bil­dung wer­den wir, die Sozi­al­de­mo­kra­ten in NRW in einem Schritt drin­gend not­wen­dige Kor­rek­tu­ren und wich­tige Neue­run­gen auf den Weg bringen. 

  • Der Eltern­wille erhält wie­der Vor­rang. Anstatt ver­bind­li­che Grund­schul­emp­feh­lun­gen und Pro­gno­se­un­ter­richt wer­den zukünf­tig wie­der die Eltern in part­ner­schaft­li­cher Zusam­men­ar­beit mit den Leh­re­rin­nen und Leh­rern über die wei­tere Schul­lauf­bahn ihrer Kin­der entscheiden. 
  • Die Kopf­no­ten wer­den abge­schafft. Eine sol­che Note wird der indi­vi­du­el­len Viel­falt der Kin­der nicht gerecht und ent­spricht nicht einer ange­mes­se­nen Kul­tur der Rückmeldung. 
  • Die Drit­tel­pa­ri­tät wird wie­der ein­ge­führt. Damit wer­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler in der Schul­kon­fe­renz wie­der gleich­be­rech­tigt an den Ent­schei­dun­gen betei­ligt. Eltern, Leh­re­rin­nen und Leh­rern sind dann wie­der gleich­be­rech­tigt ver­tre­ten. Wir stär­ken so die Mit­ge­stal­tung aller Betei­lig­ten an einer Schule und damit die inner­schu­li­sche Demo­kra­tie. 
  • Die ver­bind­li­che Abschaf­fung der Schul­be­zirke für Grund­schu­len wird rück­gän­gig gemacht. Die Kom­mu­nen müs­sen eigen­ver­ant­wort­lich ent­schei­den kön­nen, wie sie not­wen­dige Steue­run­gen vor­neh­men, um eine opti­male Schul­ver­sor­gung garan­tie­ren zu kön­nen. Glei­ches gilt für die Berufskollegs. 
  • Gemein­sam mit den Kom­mu­nen wer­den wir unter Ein­be­zie­hung aller Betei­lig­ten die Vor­aus­set­zun­gen für die Ein­füh­rung der Gemein­schafts­schu­len schaffen. 
  • Die Dif­fa­mie­rung der Gesamt­schule wird gestoppt. Ent­wick­lun­gen vor Ort wer­den kon­struk­tiv beglei­tet und die Ganz­tags­form wird wie­der ermöglicht. 
  • Schul­lei­te­rin­nen und Schul­lei­ter brau­chen mehr Zeit, um das Schul­le­ben zu gestal­ten. In der Ver­gan­gen­heit haben die Auf­ga­ben enorm zuge­nom­men. Die Zeit für die Erfül­lung von Auf­ga­ben der Schul­lei­tung an allen Schul­for­men muss schritt­weise aus­baut wer­den. Der kom­mu­nale Schul­trä­ger soll bei der Beset­zung der Schul­lei­tun­gen wie­der ent­schei­dend betei­ligt werden.